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Hänsel und Gretel und das Hundetraining? Warum kleine Schritte so wichtig sind

Als Hundetrainerin bekomme ich von neuen Kunden manchmal schräge Blicke: „Das soll ich jetzt schon belohnen? Das hat er doch noch gar nicht richtig gemacht“.
Kleinschrittiger Aufbau von Verhalten, mittels Markersignal und Belohnungen sind mir sehr wichtig. Ich möchte gern, dass der Hund ganz sicher weiß, dass was er tut, ist richtig. Um das für die Menschen deutlicher zu machen, erzähle ich gerne die Geschichte von Hänsel und Gretel: Die Geschwister müssen möglichst viele Brotkrumen auf den Weg streuen um sicher zum Ziel zu finden. Liegen die Markierungen nah beieinander, kann man sicher von Markierung zu Markierung gehen und findet den Weg leicht und ohne Probleme.

 

 

Das Gehirn ist eine Wiese

Das ist natürlich Quatsch, aber wir können dieses Bild als Veranschaulichung sehr gut nutzen. Stellen wir uns vor Ihr Hund zeigt ein unerwünschtes Verhalten, er bellt zum Beispiel am Zaun, wann immer jemand am Grundstück vorbei geht. Das Bellen am Zaun ist also eine sehr gefestigte Verhaltensweise, quasi ein gut ausgetretener Pfad auf einer Wiese. Gut begehbar, weil er häufig benutzt wird.

 

 

"Dann nimmt er aber keine Leckerchen"/Futterbelohnungen in stressigen Situationen

Gibt man das Wort „Hundeleckerchen“ in die Google Suche ein, hat man binnen Bruchteilen von Sekunden Tausende Treffer.
Es gibt industriell gefertigte Hundebelohnungshappen in jeder Größe, Form und in jeder erdenklichen Geschmacksrichtung. Es finden sich Leckerchenpasten fertig zubereitet in Tuben und Sprühflaschen, sowie Tuben, Kruken und Schleckerchen zum selbst befüllen, Backrezepte und Backmatten für den Allergiker-Hund oder den Hundehalter mit viel Lust zum Selbermachen. Der Industriezweig rund um die Belohnungen für unseren besten Freund deckt so gut wie alle Vorlieben und Wünsche ab.
Leckerchen für jede Gelegenheit, so könnte man meinen. Und doch hat das wohl fast jeder Hundehalter schon erlebt: Der Hund verschmäht das Leckerchen, obwohl doch genau das sonst seine Lieblingskekse sind. Solche Situationen kann man nahezu überall beobachten:
Zum Beispiel ein Junghund, der es schafft in Gegenwart seiner Lieblingsspielpartner ein „Sitz“ zu zeigen. Der Hundehalter will seinen Hund für diese, für Alter und Ablenkungsgrad, recht schwere Übung belohnen. Der Hund wendet aber den Kopf ab und mag seine Belohnung gar nicht fressen.

Clickertraining für Fortgeschrittene


Als Madeleine Frank mich bat einen Artikel über das Clickertraining für Fortgeschrittene zu schreiben, war ich Feuer und Flamme. Just zurück von einem Seminar mit Bob Bailey war ich angefixt von schneller werden, effizienter werden, besser werden und gleichzeitig zurückgehalten von meiner unperfekten Einstellung zum Leben und meinem entspannten Blick auf die Dinge. Angefangen haben ich mit dem Clickertraining vor 15 Jahren, das ist eine lange Zeit her, in der sich viel getan hat. Mir war zu Beginn nicht klar, warum man überhaupt clickern sollte, meine Hündin hatte damals schon ein gutes Repertoire an Tricks und dies alles ohne Clicker gelernt.
Aus purer Neugier besuchte ich ein Seminar bei Birgit Laser und seitdem bin ich begeistert vom Hilfsmittel Clicker.Eines der Dinge die mir so gut am Clickertraining gefällt, ist, dass mein Fokus auf den Dingen liegt, die der Hund richtig macht. Ich kann ihn punktgenau für jede richtige Entscheidung bestätigen und warte nicht darauf, dass der Hund Fehlverhalten zeigt, für das ich ihn dann bestrafe.
Zu Beginn ist das für Umsteiger etwas befremdlich, denn der Hund macht vermeintlich das Angebot und ich als Mensch entscheide mich dann dieses anzunehmen und zu belohnen. Manche Menschen fühlen sich dadurch fast manipuliert. Jedoch beeinflusse ich ja durch meinen gezielten Trainingsaufbau, welche Entscheidung der Hund trifft.



Strafe, der schnelle Weg?

Tier-Korrektur-Spray?

Das gibt es wirklich!

Einfach bei unerwünschtem Verhalten das patentiere Spray versprühen. Das Gas ist geruchslos und klingt ähnlich wie eine Schlange.

Wow, damit kann man laut Produktbeschreibung eine ganze Menge Dinge "trainieren", zum Beispiel "lästige Verhaltensweisen" wie Bellen, Anspringen, Stehlen oder Jagen.
Liest man die Rezensionen des online erhältlichen Sprays, erscheint es wie die Universallösung zu allen möglichen Problemen: Aggressivität gegen andere Hunde, Unsicherheit, Leinenaggression, Unaufmerksamkeit, Bellen an der Tür, Verbellen von Menschen, Katzenunverträglichkeit, Beissereien.... ein Wundermittel!

Wirklich?