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Woran erkennt man einen guten Hundetrainer?

In Zeiten in denen man nicht mehr benötigt, als eine Gewerbeanmeldung für 20€ auszufüllen um sich Hundetrainer, Hundepsychologe, Verhaltensberater für Hunde oder wie auch immer zu nennen, ist das eine berechtigte Frage.

 

Ich kann hier nur meine Ideen dazu geben, die sind natürlich subjektiv und andere Menschen mögen andere Kriterien haben. Wenn ich mich heute auf die Suche nach einer Hundeschule begeben müsste, würde ich nach folgenden Punkten aussuchen:

 

 

  • Nach welcher „Methode“ arbeitet die Hundeschule?
    Ist man auf ein Erziehungskonzept festgelegt, wird der Hund ganz individuell betrachtet, arbeitet man auf der Basis positiver Bestärkung und/oder mit Bestrafung. Hier würde ich mir eine positiv arbeitende Hundeschule aussuchen, die auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse arbeitet. Hundeschulen die ihre eigene „Methode“ in den Vordergrund stellen und diese als die einzig wahre Lösung propagieren erscheinen mir nicht geeignet

  • Wie sieht die Qualifikation des Trainers aus?
    Wenn jemand damit wirbt, fortschrittlich und auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu arbeiten, schaue ich mir gern die Liste der Fortbildungen an, die der Trainer im Laufe der Zeit besucht hat. Das müssen nicht immer „prominente“ Trainer sein, auch empfinde ich es als angenehm, wenn jemand sich breit gefächert weitergebildet und auch mal unterschiedlichste Seminarleiter besucht hat.
    Manchmal werben Trainer auch damit, von irgendwem lizenziert zu sein. Als interessierter Hundehalter sollte man dann auch mal die lizenzgebenden Stellen googeln, manchmal existieren diese bereits seit Jahren nicht mehr, oder stehen in dem Ruf Hans und Franz an einem Wochenende zum Problemhundeberater zu lizenzieren. Nun, ich persönlich möchte mit meinem Problemhund nicht an einen solchen „Trainer“ geraten.
    Es finden sich keinerlei Qualifikationen oder Weiterbildungen zu dem Trainer auf seiner Internetseite? Da frage ich mich dann: Warum? Wenn jemand Leistung erbracht hat, auch in Form von Weiterbildung, dann darf man stolz darauf sein und damit werben. Oder sollte derjenige eventuell gar keine Qualifikation haben?
    Erfahrung (Werbeslogan: Mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Hundeausbildung) zählt in meinen Augen als alleinige Qualifikation nicht. Man kann seine Sache auch schon seit 30 Jahren schlecht machen. In den letzten Jahren hat sich ein erfreulicher Wandel in der Hundeerziehung durchgesetzt. Weg von Hau ruck Methoden, hin zur Lerntheorie und dem Wissen und dem Verstehen, wie Hunde lernen.

  • Wie sieht das Angebot der Hundeschule aus?
    Es mag verlockend sein, sich an eine Hundeschule zu wenden, die von A wie Agility, B wie Beschäftigung, C wie Clickertraining, D wie Discdogging und Dummyarbeit, F wie Flyball und Fährtenarbeit, J wie Junghundekurse, K wie Kaufberatung, L wie Longiertraining, T wie Trickdogging, M wie Mantrailing, O wie Obedience, P wie Problemhundberatung, R wie Rettungshundearbeit, V wie Verhaltensberatung, W wie Welpenstunde, Z wie Zielobjektsuche alles anbietet.
    Wenn es für dieses unglaublich breit gefächerte Angebot 5 verschiedene Trainer gibt, wäre das klasse. Aber bei einem oder zwei Hundetrainern frage ich mich, ob es sich da nicht nur um höchstens Basiswissen handelt. Das mag dem ein oder anderen Hundehalter auf den ersten Blick doch ausreichend erscheinen, doch wie gut weiß der Trainer denn dann wirklich über Risiko und Gefahren zum Beispiel der einzelnen Sportarten Bescheid? Mir sind Trainer lieber, die vielleicht ein vermeintlich geringeres Angebot haben, dafür aber auf ihrem Spezialgebiet immer up to date sind.

  • Wird auf der Seite der Hundeschule über andere Trainer geschimpft, „Methoden“ ins Lächerliche gezogen und andere Meinungen nicht gelten gelassen?
    Nun, in meinen Augen überzeugt Qualität; wer es nötig hat, andere Trainer zu zerreißen und mit deren angeblicher Lächerlichkeit für sich selbst zu werben, der hat sich in meinen Augen selbst disqualifiziert.

  • Wird auf der Seite der Hundeschule eine „externe Ausbildung“ angeboten? Man kann dort seinen Hund für eine bestimmte Zeit zur Ausbildung hingeben und bekommt einen Hund zurück, der „funktioniert“?
    Von solchen Hundeschulen würde ich persönlich die Finger lassen, Ziel ist es nicht, dem Hund Kommandos beizubringen, sondern Ihnen als Hundehalter eine sichere Basis zu verschaffen. SIE müssen wissen, wie Sie Ihrem Hund etwas beibringen können. Das lernt man am Besten zusammen mit dem Hund, im Team. Und das kann – wenn man einen guten Trainer hat- auch richtig Spaß machen.

  • Wirbt die Hundeschule mit einer Erfolgsgarantie?
    Niemand kann Ihnen eine Garantie für den Erfolg geben, maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie häufig Sie mit Ihrem Hund auch noch außerhalb der Trainingsstunden trainieren.

  • Wirbt die Hundeschule damit, jedes Problem binnen drei Tagen zu lösen?
    Hm, erscheint mir wie die Käseblättchen, die im Frühjahr immer damit werben: 10 Kilo in 10 Tagen, jetzt abnehmen leichtgemacht! Und? Hat das schon mal funktioniert? Genau wie ich Kilos, die ich mir über Jahre angefressen habe, nicht im Null-komma-nix wieder loswerde, schaffe ich es auch nicht dem Hund zu vermitteln, dass nach 5 Jahren geduldetem Fehlverhalten nun ein anderer Wind weht.
    Falsch... natürlich geht das... mit einer Null-Diät nehme ich ab (und nach ein paar Wochen ordentlich wieder zu) und mit massiver Einwirkung auf den Hund, erreiche ich wahrscheinlich auch einen vermeintlichen Erfolg. Jedoch ist die Auslösung von Meideverhalten eben nur eine trügerische Lösung des Problems und rächt sich früher oder später.

  • Hat ein Hundetrainer gut erzogene Hunde?
    Naja, ich kenne tolle Trainer, die sich immer ein bis zwei Problemhunde ans Bein binden, die sonst keiner haben wollte. Mit einem fein geprägten Welpen von einem guten Züchter würden sie auch eine bessere Figur abgeben... aber sie haben das genommen, was „übrig“ war in der Gesellschaft.

 

Wenn Sie in Ihrer Umgebung Menschen und Hunde treffen, die Sie neidvoll betrachten, weil sie ein so gutes Team abgeben, dann fragen Sie doch einfach mal nach Empfehlungen.

 

Und das Wichtigste:
Machen Sie sich ein persönliches Bild!
Suchen Sie das Gespräch mit dem Trainer, machen Sie von Schnupperangeboten Gebrauch und vertrauen Sie bitte Ihrem Bauchgefühl. Wenn man Ihnen zu Dingen rät, die Sie nicht bejahen können, dann vertrauen Sie bitte auch auf Ihr Gefühl. Ein guter Trainer, kann Ihnen mehr als eine Lösung nennen und erklärt Ihnen genau WARUM Sie etwas tun oder unterlassen sollen. Denn nur wenn das geplante Training für den Hundebesitzer schlüssig und logisch ist und er Sinn und Zweck der einzelnen Schritte verstanden hat, wird er auch selbst weiter üben. Und nur so, hat man Erfolg... einmal die Woche die Stunde besuchen und sonst das Training schleifen lassen, da ist es egal welchen Trainer sie besuchen, da besteht keine Chance.